Illustrationen im Magazin piz - das Kulturmagazin für das Engadin und die Bündner Südtäler
Erschienen am 15. Juni 2006 in der Ausgabe Nr. 31 / Sommer 2006

"Salams, bizoccals, macaruns!" - Schimpfwörter und deren Herkunft.
Küchenlatein ist eine besondere Spezialität der romanischen Sprache: Hier werden Esswaren,
wie Salami, Pizokel, Makkaroni, Braten oder Pfannkuchen auch als Schimpfwörter verwendet.

Text: Clà Riatsch, Originalartikel s.u.
Illustrationen: Niklaus Heeb


Affe, Büffel & Nashorn - «Sie blühte in unserer Gemeinde, die Kultur der Übernamen. Da waren viele Tiere Afrikas unterwegs …»


Menschliches Siedfleisch - Dantes Hölle ist auch eine Küche, mit Teufeln, die als «lessi dolenti», «schmerzempfindliche Siedfleischstücke» bezeichneten Sünder, in grossen Kesseln weich kochen.


Kabis erzählen - «Signur magister Tach sa üna bella pulenta.» Polenta, Mais, gehörte zu den alltäglichsten Speisen und war billig; wie das «schöne Wissen» des Lehrers. Dies dürfte auch für «Kabis» und Kohl, gelten, der allzu häufig aufgetischt wird, wie die Reden jener, die «Kabis erzählen».


Pizzokel - Bei «bizzocal», «salam», «strüzzel» oder «Wurst» wird auch mit Anspielungen auf gewisse Organe zu rechnen sein.


Originalartikel -
Wiedergabe nur unter Einverständnis des Urhebers Clà Riatsch:

Salams, bizoccals, macaruns

Küchenlatein ist eine besondere Spezialität der romanischen Sprache: Hier werden Esswaren, wie Salami, Pizokel, Makkaroni, Braten oder Pfannkuchen auch als Schimpfwörter verwendet. Auch im Deutschen kann jemand als «Wurst» bezeichnet werden. Die Symbolik von Esswaren ist zwiespältig; sie stehen für Liebe und Begierde, aber auch für Ablehnung und Zerstörung.

Um Menschen zu beschimpfen, können wir sie zu Tieren machen: «Esel», «Affen», «Hornochsen», «Nashörner». Solche Metaphern sind leicht zu erklären: unsere Kultur hat diese Tiere als dumm, überspannt, unbeholfen gebrandmarkt; die Sprache nennt das Tier und meint so die ihm zugeschriebene Eigenschaft. Nicht ganz (sagt die Theorie): die Metapher ist keine einfache Ersetzung, sie lebt nicht nur von Analogien, sondern von Präsenzen und Differenzen. Diese machen den Reiz des Mensch-Tier-Spiels aus, von dem Leo Tuor erzählt: «Sie blühte in unserer Gemeinde, die Kultur der Übernamen. Da waren viele Tiere Afrikas unterwegs...» (1).
Weniger leicht zu verstehen sind «salams» (Salamis), «bizoccals» (Pizokel) und «macaruns» (Makkaroni), harmlose Esswaren, die aus romanischen Mündern auch wieder herausfinden: als Schimpfwörter. Im Injurien-Katalog von Dumenic Andrys Tirada e retirada fallen die vielen Esswaren auf: «salam», «bizoccal, maccarun», «rost» (Braten), «strüzzel» (Pfannkuchen), «cot a dür» (Hartgesottener), «tschigrun» (Zieger) (2). Auch im Deutschen wird jemand leicht zur «Nuss» oder zur «Wurst», die auch noch «Kabis», «Käse» oder «Quark» erzählen kann. Wie kommen wir dazu, harmlose Speisen als Bildspender für Negatives, gar als Schimpfwörter zu verwenden?

Wenn wir den Weg der Speisen verfolgend, nicht nur an den Mund, sondern auch an den Magen und das Darmende denken, scheint das Problem einfacher. Warum die Ausscheidung der Reste, die hässliche Hinterseite des Essens, in Flüchen und Beschimpfungen angerufen wird, ist offensichtlich. John Berger sieht da sogar noch eine überraschende Parallele: «Wenn ein Mensch flucht, dann kommen die Worte aus seinem Körper wie Scheisse» (3). Dies erklärt aber nicht die Metaphern des Essens.

Zunächst einmal ist zu bedenken, dass die Küche, trotz zunehmender Veredelung, zur niederen Sphäre des Alltäglichen gehörte, zur inoffiziellen Kultur des Volkes, der Frauen, der Dienerschaft. Ihren Gegensatz zum Salon der offiziellen Kultur zeigen Begriffe wie «Küchenlatein» oder «latino macaronico», für jenes parodistische Gemisch von Latein und Dialekt, welches das exklusive Latein plötzlich allgemein verständlich macht. In der deutschen Wendung «das kommt aus jemandens Küche» erscheint diese wiederum als Ort, wo getüftelt und gepanscht wird.

Polentoni am Röstigraben
Esswaren und Speisen werden zur Typisierung und Verspottung einer Gruppe herangezogen: «Spaghettifresser», «Polentoni» (Polentafresser), Esstraditionen werden zu Grenzen, wie im berüchtigten «Rösti-Graben». Jon Nuotclà erzählt, wie eine Gruppe von Knaben italienische Fremdarbeiter auf die Palme brachte. «Sie mussten nur «Spaghettifresser, porca di bacco» rufen, und schon lief denen die Galle über» (4). Solche Typisierung mag in unsere Metaphern hineinspielen, sie erklärt sie aber nicht. Wenn die Esswaren von minderer Art sind, scheint die Erklärung der Metaphern einfacher. Das gilt für «tschigrun», «Zieger», der als Nebenprodukt der Käseherstellung oft geringgeschätzt wurde. Dasselbe gilt auch für die «bella pulenta», die schöne Polenta, die in Cla Bierts La müdada (Die Wende) vorkommt. Tumasch imitiert duonna Boscha, die wissen will, dass Lehrer Tach keine Ahnung hat, oder eben «eine schöne Polenta weiss»: «Signur magister Tach sa üna bella pulenta» (5). Polenta, Mais, gehörte zu den alltäglichsten Speisen und war billig; wie das «schöne
Wissen» des Lehrers. Dasselbe dürfte auch für «Kabis», Kohl, gelten, der kunstlos zubereitet und allzu häufig aufgetischt wird, wie die Reden jener, die «Kabis erzählen». – Im Falle von «bizzocal», «salam», «strüzzel» oder «Wurst» wird auch mit Anspielungen auf gewisse Geschlechtsorgane zu rechnen sein, die ihnen gleichen können – und die sich vorzüglich zu Beschimpfungen eignen. Beispiele gibts hier viele, die romanische «buorsa», der deutsche «Sack», vom Italienischen ganz zu schweigen.
Die Speise-Metaphern könnten auch mit einer alten Utopie in Zusammenhang stehen, mit dem «Schlaraffenland», mit seinen Flüssen aus Milch und Honig, seinen Bergen aus Ravioli und Käse, den gebratenen Tauben, die vom Himmel fallen. Das Schlaraffenland, «Cuccagna», ist ein Traum von Hungrigen, aber auch ein Hirngespinst von Narren, die sich auf dem «Narrenschiff», der «stultifera navis», einschiffen, über das Suppenmeer segeln, um dann an den Gestaden ihrer Illusionen zu landen, «India Pastinaca», «Goga e Magoga», die Brotstadt «Panizza» (6). «Cuccagna» ist manchmal auch eine Küche voller Fresssäcke, die sich zu Tode fressen. Dieser Zusammenhang zwischen Hunger, Illusion, Narretei und Tod könnte einen Teil der Ladung der «salams» und «macaruns» ausmachen, vielleicht auch erklären helfen, was es mit dem «Käse oder Quark erzählen» auf sich hat.

«Der Mensch ist was er isst».
Der Zusammenhang zwischen bevorzugten Speisen, Physiognomie und Charakter zeigt sich in expressiven Ausdrücken wie «gniffa da mich’e lat» («Milch und- Brötchen-Schnauze») zur Bezeichnung des heiklen Essers und des ihm unterschobenen diffizilen Charakters. Dahinter steckt die Vorstellung «Der Mensch ist was er isst!». Diese Metaphern sind nicht nur von verharmlosender Komik, sie sind auch aggressiv. Ihre Aggressivität hat auch damit zu tun, dass Kochen und Essen die Esswaren zerstören. Davon lebt das Graffiti: «Aus diesem Staat: Gurkensalat!». Bei der Zubereitung des Salats wird die Gurke zerschnitten, beim Essen vollends zerstört.
Wie harmlos ist der «Landjäger»? Ist er die von Polizisten bevorzugte Wurst oder jene, zu der man Polizisten verwursten müsste? Der makabre Zusammenhang zeigt sich in der erbarmungslos rassistischen Metapher für die fürchterlichen Fleischkonserven der Schweizer Armee: «gestampfte Juden». Unreflektierter Antisemitismus versucht hier einen Scherz mit dem Holocaust, Tod und Kannibalismus. Ein Ort von Tod und Kannibalismus ist die Hölle; Dantes Luzifer hat drei Rachen, in die er die Sünder stopft: «Je einen Sünder malmt er mit den Zähnen / Jedweden Mauls, als gält es, Flachs zu schleissen.» (Inf. XXXIV, 56s.).
Dantes Hölle ist aber auch eine Küche, mit Teufeln, die die als «lessi dolenti» (Inf. XXI, 135), «schmerzempfindliche Siedfleischstücke» bezeichneten Sünder, in grossen Kesseln weich kochen. Dieser Zusammenhang zwischen Esswaren, Vernichtung und Tod könnte den romanischen «rost», (Braten), als «Satansbraten» erklären.
Das Leben des Essenden regeneriert sich durch die Tötung oder Zerstörung des Gegessenen. Attribute wie «zum Fressen (gern)», Metaphern wie «gnoket» (Klösschen), «sugar baby» sind deshalb höchst ambivalent. Fressen steht hier für den Wunsch nach Einverleibung als nicht mehr zu steigernder Nähe. Der Zusammenhang zwischen Eros und Essen wird auf der zivilisatorischen Oberfläche von der Gastronomie zelebriert. Im Sprichwort «Die Liebe geht durch den Magen» ist dieser Zusammenhang in seiner ganzen Ambivalenz zugespitzt. Eine Theorie dazu stammt von Sigmund Freud, der auf den Zusammenhang zwischen Eros, Aggression und Tod hinweist.

(1) L. Tuor, «Onna Maria Tumera ni Ils antenats», Cuera, Octopus, 2002:49. Deutsch: «Onna Maria Tumera oder die Vorfahren», Zürich, Limmat-Verlag, 2004:46. Übersetzung Peter von Peter Egloff.
(2) D. Andry, «Tirada e retirada», in: «Roba da tschel muond», Savognin, Artori, 2002:84, v. 1s, 5s., 9ss., 13ss.
(3) J. Berger, «Spiel mir ein Lied. Geschichten von der Liebe», München, Wien, Hanser, 1988:149.
(4) J. Nuotclà, «Il tunnel», Schlarigna, UdG, 1991:87.
(5) C. Biert, «La müdada», Thusis, Roth, 1962:90.
(6) P. Camporesi, «Il paese della fame», Bologna, il Mulino, 1985:84ss.

In rumantsch dovraina pleds per mangiativas, «salam», «bizoccal»,«maccarun», «rost», «strüzzel» eir sco insults. Eir in tudais-ch dvainta ün uman svelt üna «Wurst». Mangiativas sun simbols ambivalents chi stan per amur e desideri, ma eir per svalütaziun e destrucziun.

er dir trid als umans pudaina tils metter in connex cun bes-chas: «müls», «asens», «schimgias», «vadels». Quistas metafras sun bod decleradas: nossa cultura buolla quistas bes-chas sco inferiuras, stupidas, exaltadas, malsvoutas; e la lingua nomna la bes-cha e manaja la qualità. Quai nun es dal tuot vaira (disch la teoria): la metafra nun es ün simpel substitut, ella nu douvra be l’analogia abstracta, dimpersè eir la preschentscha e la differenza concreta, per cha’l gö tanter uman e bes-cha dvainta bel. Sco pro’ls surnoms i’l cumün da l’Onna Maria Tumera da Leo Tuor: «En nossa vischnaunca flureva la cultura dils surnums. Cheu mavan entuorn massa tiers dall’Africa» (1). Plü difficil dad incleger sun ils «salams», ils «bizoccals» ed ils «macaruns» chi van aint da bocca sco roba buna e vegnan oura sco pleds trids. Trids, ma bels. Ün pitschen insai our da Tirada e retirada da Dumenic Andry muossa ch’els sun frequaints:
Saimpel, totel, tamberlan,
Cacalar’, mamau, salam
[...]
Püf, bizoccal, maccarun,
Cuc, rambot e clavarun,
[...]
Rost, chajot, strüzzel, macac,
Tau, raduond, pluffer, margnac,
Toc implaster, cot a dür,
Tü martuffel e cheudür,
[...]
Tü tamberl, tü tais, tambur,
Toc tschigrun toc da la guotta
Vaglianöglia ed inguotta. (2)

Divers da quists insults sun metafras: bes-chas, «püf»,
«cuc», «rambot», «clavarun», «macac» (schimgia), fuormas, consistenzas ed ogets, «raduond», «cheudür», «tais», «tambur»; figurants per l’esser stüpid. E lura apunta mangiativas: «salam», «bizzocal, macarun», «rost», «strüzzel», «cot a dür», «tschigrun». Roba buna e pleds noschs; na leiv dad incleger.
Cun verer ingiò cha las mangiativas van, cun discuorrer na be da la bocca, dimpersè eir dal vainter e dal chül, para il problem da dvantar plü simpel. Perchè cha la fin da las mangiativas, la vart trida dal mangiar, vain evochada in blastemmas ed insults, es evidaint. John Berger vezza dafatta üna parallela surprendenta: «Wenn ein Mensch flucht, dann kommen die Worte aus seinem Körper wie Scheisse» (3). Ma quist nu declera las metafras da la vart bella dal mangiar, quellas da la cuschina e sias delizchas.

«Latino macaronico»
Prüma da tuot esa da resguardar cha la chadafö es ün lö chi appartegna a la sfera bassa dal minchadi, a la culturap opulara, na-uffiziala, eir sch’ella vain nobilitada dal discuors «gourmet». Cha la chadafö es l’antitesa da la stüva bella da la cultura, muossan ils terms «Küchenlatein» e «latino macaronico», per quel pastrügl parodistic chi maisda il latin cul dialect, til
fa gnir bass ed inclegiantaivel. La chadafö sco lö da pastrügl vaina eir illa üna locuziun tudais-cha, «das
kommt aus jemandes Küche». – Mangiativas e trats vegnan dovrats per tipisar e ridiculisar üna gruppa, ils «magliaspaghets», ils «polentoni». Jon Nuotclà quinta da mats chi tizchaivan als lavuraints talians: «I vaivan be da clomar: «maglia spaghets, porca di bacco», e fingià vaivan quels il feil aint il stomi» (4). Quist fat po avair üna tscherta importanza per «salam» e «macarun», ma nu tils declera amo lönch na. Scha las mangiativas dovradas sco metafras sun da paca valur para la spiegaziun plü simpla. Quai vala pel «tschigrun», ün prodot secundar da la producziun da chaschöl, suvent spredschà. O per la «pulenta», chi vain avant illa Müdada da Cla Biert, ingio cha Tumasch fa davo a duonna Boscha: «Signur magister Tach sa üna bella pulenta....» (5). Eir la «pulenta» faiva part da las mangiativas da minchadi, da la roba simpla da paca valur; sco’l «bel» savair dal magister. Pro’ls «bizzocals» e pro’l «salam», forsa eir amo pro’ls «strüzzels» esa da far quint eir cun allusiuns a tscherts organs sexuals chi tils sumaglian forsa ün pa. E per quai cha organs sexuals sun alch bass cha no fain finta da spredschar, vana bain sco insult. Uschè vain dovrà il term «buorsa» in rumantsch; cun exaimpels talians gnanca nu cumainza, eu nu gniss plü a fin.

«L‘uman es quai ch‘el mangia ...»
Ün connex pudess esser la veglia utopia dal «pajais da la cucogna» cun seis flüms da lat e mel, sias muntognas da raviols e chaschöl, seis culombs brassats chi crodan giò da tschêl. «Cuccagna» es ün sömmi da fomantats, ma eir ün’illusiun da narramainta, da quelschi s’imbarchan sül «Narrenschiff», la «stultifera navis », e fan viadi sur il mar da la schoppa, avant co rivar i’ls lös da lur illusiun, «India Pastinaca», «Goga e Magoga », la cità da «Panizza» (6). «Cuccagna» es minchatant üna cuschina plain magliadruns sainza masüra chi’s maglian a mort e dvaintan svessa trippa. Quist connex tanter fom, illusiun, nardà e mort pudess far part da la chargia culturala dals «salams», dals «macaruns», da quels chi «quintan chaschöl».
Il connex tanter mangiativas predilettas, fisionomiae caracter da la persuna as muossa in insults sco «gniffa da mich’e lat», o illa locuziun «(nun) esser gniffa da...», per «esser (in)capabel». L’idea da basa ans indichescha quia la locuziun tudais-cha: «Der Mensch ist was er isst!». Las metafras dal tip «salam» nu sun be buntadaivlas e comicas, ellas sun eir aggressivas. Lur aggressività dependa eir dal fat cha’l mangiar es lià a la destrucziun, sco i’l graffiti: «Aus diesem Staat: Gurkensalat!». Per far salata esa da desdrüer il cucumer. Chi sa scha’l «langegar», il «Landjäger», es üna liongia preferida dals pulizists o sch’el nun es plütöst quella liongia chi füss da far culs pulizists? Il connex tanter mangiativa,
rassissem, canibalissem e viz macaber as muossa illa metafra schnuaivla dovrada per las (miserablas) conservas da charn da l’armada svizra: «gestampfte Juden». L’antisemitissem na reflectà prova quia eir amo da far ün skerz cul holocaust e cun la mort. Ün lö da mort e cannibalissem es l’infiern, il Lucifer da Dante ha trais boccas e maglia pechaders: «Da ogni bocca dirompea co’ denti / Un peccatore, a guisa di maciulla,» (Inf. XXXIV, 56s.). L’infiern da Dante e però eir üna chadafö, cun diavels chi couschan ils pechaders, nomnats «lessi dolenti» (Inf. XXI, 135), sco tocs charn in lur chalderas. Quist vegl connex tanter chadafö ed infiern, tanter mangiativa, destrucziun e mort chargia eir el nossas metafras aggressivas.
Cha quistas metafras sun ambivalaintas, sco’l mangiar, chi desdrüa il corp (o l’oget) mangià e regenerescha quel chi mangia, as muossa i’l attribut «da magliar», i’l «gnoket», i’l «sugar baby» o illa (schnuaivla) «zuckersüsse Maus» dals Oberkrainers. Mangiar, incorporar expriman quia il desideri da vicinanza. Eros e mangiar stan eir in ün connex admis e celebrà a la surfatscha civilisatorica, popularisà da proverbis, «L’amur va tras il stomi». Sur da la basa zoppada da quist connex daja blers avis, il plü cuntschaint es quel da Freud, chi insista sülla parantela dad eros e aggressiun, dad amur e mort.

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